15.10.2024 öffnete MANEO erstmals seine Arbeit in der Außenkontaktstelle Marzahn-Nord, dank finanzieller Mittel des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf. Seitdem ist jedoch die Arbeit durch das Ausbleiben fortgesetzter Förderung unterbrochen gewesen. Mit der Außenkontaktstellen trägt MANEO Angebote seiner Arbeit in den Außenbezirk Marzahn Nord. Mit einer regelmäßigen Sprechstunde und proaktiver Vorort-Arbeit in der Stadtteilregion, über die sich MANEO im Sozialraum vernetzt, werden niedrigschwellige Zugänge für Betroffenen von Übergriffen sowie Angebote der Opferhilfe, Gewaltprävention und Empowerment an Multiplikatoren vermittelt.
Anlass für das Bemühen von MANEO ist ein von der Berliner Senatsverwaltung beschlossener Maßnahmenplan gewesen, Angebote der LSBTIQ+ -Opferhilfe- und Gewaltpräventionsarbeit in Berlins Außenbezirken zu verstärken. Festgestellt worden war, dass LSBTIQ+ -Infrastruktur und Angebote in den Stadtrandregionen fehlten, und deshalb verbessert werden sollten. Die Angebotsausweitung soll dann Bestandteil von zu entwickelnden kiezorientierten Präventions- und Gewaltschutzkonzepten werden.
Entsprechend haben Anträge beim Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf für eine MANEO-Außenkontaktstelle für eine Arbeit im Umfang von 6 Stunden pro Woche beantragt, damit verbunden konzeptionelle Ziele festgelegt:
- Wir entwickeln eine Kontaktstelle im Stadtrandbereich von Marzahn-Nord, mit der wireine regelmäßige Präsenz und Erreichbarkeit in der Region sicherstellen.
- Wir stärken die Gewaltpräventionsarbeit in der Region mit Informationen und Gesprächen. Wir verstärken unsere Vernetzung mit regionalen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sowie zuständigen Institutionen.
- Im Rahmen unserer Opferhilfearbeit schaffen wir ein Erstkontaktangebot für Betroffene homophober Diskriminierung und Gewalt in der Region.
- Wir erfassen Hinweise und Fälle von Diskriminierung und Gewalt gegen LSBTIQ+ in der Region, führen hierzu auch regelmäßig Umfragen durch.
- Wir empowern und mobilisieren mit unseren bewährten Aktionen. Wir beziehen ehrenamtliche Hilfe und Unterstützung in unsere Arbeit mit ein. Wir stärken das ehrenamtliche Engagement für gesellschaftliche Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Dazu zählt unsere Kampagne ‚Kiss Kiss Berlin‘ (21.03.-17.05.) und unser Engagement für den ‚Tag der Zivilcourage‘ (19.09.).
In seiner Außenkontaktstelle Marzahn-Nord richtet MANEO eine öffentliche Sprechstunde von jeweils zwei Stunden pro Woche ein. Die übrige Zeit verwendet MANEO mit Vernetzungstätigkeiten und proaktiver aufsuchender Arbeit vor Ort. . Mit seiner Außenkontaktstelle wirbt MANEO für seine Angebote und bietet sich als Gesprächspartner an. Mit seiner Arbeit wendet sich MANEO insbesondere an die Zielgruppe Schwule, männlich Bisexuelle und MSM, an Jugendliche, Heranwachsende und Ältere
MANEO – DAS SCHWULE ANTI-GEWALT-PROJEKT IN BERLIN ist seit 1990 als senatsgefördertes Projekt in ganz Berlin tätig. Es ist das älteste und bekannteste Projekt seiner Art in Deutschland. MANEO berät jährlich über 900 Betroffene von Gewalt, erfasst gegen LSBTIQ+ gerichtete Gewalttaten und leistet gewaltpräventive Vorort-Arbeit. MANEO ist Mitglied im‚ Arbeitskreis der Opferhilfen in Deutschland‘. Seit 2020 organisiert MANEO das ‚Team Nachtbürgermeister Regenbogenkiez‘. MANEO hat zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, u.a. das Lesbisch-Schwule Stadtfest Berlin (1993). MANEO kooperiert mit Partnerorganisationen in Frankreich, Polen und Irland und hat fünf internationale Fachkonferenzen durchgeführt.
Aktuelle Hinweise bietet unser Kalender auf unserer Homepage!
Erstkontakt:
Wann: mittwochs, 14:30-16:30 Uhr, telefonisch und persönlich
Wo: Familien- und Nachbarschaftszentrum „Kiek in“,
Rosenbecker Str. 25/27, 12689 Berlin
Mail: maneo-marzahn-nordwest[at]maneo.de
Tel. 0172- 577 85 20
Home: www.maneo.de

