Mit KO-Tropfen betäubt und ausgeraubt – 27-Jähriger zu fast acht Jahren Haft verurteilt

Vor dem Berliner Landgericht hat ein 27-jähriger Mann gestanden, mehrere Männer mit KO-Tropfen betäubt und anschließend ausgeraubt zu haben. Die Taten ereigneten sich zwischen August 2023 und Januar 2024. Am 3. September wurde das Urteil verkündet.

Berlin, 09.09.25 – Die Opfer lernte er über die Dating-Plattform „Romeo“ kennen. In insgesamt vier Fällen soll er – teils mit einem Komplizen – Bargeld, Kleidung und Wertgegenstände im Gesamtwert von etwa 15.000 Euro erbeutet haben. In einem weiteren Fall soll er auf der Straße versucht haben, unter Einsatz von Pfefferspray einem Mann eine Luxusuhr zu rauben, jedoch ohne Erfolg.

Der Angeklagte gab über seinen Verteidiger an, aus Geldnot und Drogensucht gehandelt zu haben. Er ist mehrfach vorbestraft und befindet sich bereits in Haft. Sein umfassendes Geständnis sowie eine Verständigung mit dem Gericht führten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und zehn Monaten, die am 3. September 2025 von der 34. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin verhängt wurde.

In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende Richter die Heimtücke der Taten. Die Opfer seien im Schutz ihrer eigenen Wohnung betäubt und beraubt worden – ein schwerwiegender Vertrauensbruch mit langfristigen psychischen Folgen. Die Kammer folgte der Einschätzung eines Sachverständigen, wonach die Drogensucht des Täters nicht zu einer eingeschränkten Schuldfähigkeit führte. Strafmildernd wurde das Geständnis gewertet, strafschärfend hingegen seine zwölf Vorstrafen.