G r u ß w o r t

des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans*- und Queer*-phobie (IDAHOBIT+) im Rahmen der Kampagne „Kiss Kiss Berlin“ am 17. Mai 2026.

Ich grüße Sie herzlich zu Beginn der diesjährigen Berliner Pride Season.

Dass wir das Eintreten gegen Homophobie und Queerfeindlichkeit heute als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ansehen, verdanken wir auch dem beharrlichen Engagement von MANEO und Mann-O-Meter. Mit beeindruckendem Engagement setzen Sie sich seit vielen Jahren gegen Gewalt und Diskriminierung, für Unterstützung und Beratung von Opfern von Homophobie und für Aufklärung der Öffentlichkeit ein. Damit stärken Sie auch unsere gemeinsamen Werte, die für unsere Stadt und unser Zusammenleben so wichtig sind: Freiheit, Vielfalt, Toleranz und Respekt.

Ich möchte in diesem Jahr an zwei Menschen erinnern, die viel für Gleichberechtigung in Berlin geleistet haben und die im letzten Jahr verstorben sind: an den Regisseur Rosa von Praunheim und an den ehemaligen Berliner Gesundheitssenator Ulf Fink. Beide haben schon kurz nach der Gründung Mann-O-Meter gegen gesellschaftliche Widerstände unterstützt.

Besonders freue ich mich, dass MANEO erst vor einigen Monaten unsere Berliner Polizei mit dem Tolerantia Award ausgezeichnet hat. Das ist ein wichtiger Vertrauensbeweis und macht deutlich, dass unsere Polizei queerfeindliche Straftaten sehr ernst nimmt und konsequent verfolgt.

Die Veranstaltungen und Events der queeren Community sind für Berlin von großer Bedeutung, denn sie zeigen, dass Berlin die Stadt der Freiheit, Vielfalt und Toleranz ist. Auch mir persönlich sind diese Veranstaltungen wichtig. So habe ich im vergangenen Jahr die Beratungs- und Begegnungsstelle von Mann-O-Meter besucht, war zusammen mit dem unermüdlichen Nachtbürgermeister Bastian Finke im Regenbogenkiez unterwegs und auch beim Motzstraßenfest und CSD. Ich freue mich darauf, dass wir auch in diesem Jahr wieder vor dem Roten Rathaus die Regenbogenfahne hissen und einen Kiss Kiss-Regenbogenkuchen anschneiden werden.

Kai Wegner

Regierender Bürgermeister von Berlin

Regenbogenkuchen-Anschnitt in Zehlendorf

Anlässlich seiner Kampagne „Kiss Kiss Berlin“ sowie des bevorstehenden Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Queerfeindlichkeit (IDAHOBIT+) hat MANEO heute gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, Maren Schellenberg, in seiner Außenkontaktstelle in der Villa Mittelhof einen Regenbogenkuchen angeschnitten.

Zehlendorf, 11.05.26 – Im Beisein der Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg, des stellvertretenden BVV-Vorstehers Søren Grawert, der stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Queer*, Ellinor Trenczek, und weiterer Mitglieder der BVV und Aktive der Zivilgesellschaft wurde gleichzeitig auch ein kleines Jubiläum der MANEO-Außenkontaktstelle in Steglitz-Zehlendorf gefeiert: Seit einem Jahr ist MANEO nun direkt und proaktiv im Bezirk verankert.

„Mit unserem niedrigschwelligen Angebot sind wir an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat zwischen 17 und 19 Uhr telefonisch sowie persönlich in der Villa Mittelhof e. V. erreichbar“, so Mitarbeiter Lars Girbinger. „Dadurch schaffen wir unkomplizierte Zugänge für Betroffene von Diskriminierung und Übergriffen und vermitteln Angebote der Vernetzung, Gewaltprävention und der Beratung von Betroffenen.

Lars Girbinger präsentierte die Jahresbilanz der Arbeit in Zehlendorf und betonte die wichtige Rolle von MANEO in der der Versorgungs- und Unterstützungsstruktur für die LSBTIQ-Communities in Steglitz-Zehlendorf. Frau Schellenberg bedankte sich für das Engagement von MANEO im Bezirk und hob hervor, dass Vielfalt den Bezirk immer ausgezeichnet hat. Dazu trage die Arbeit von MANEO bei.

Anschließend wurde der „Kiss Kiss Berlin-Regenbogenkuchen“ angeschnitten. Ein großer Dank gilt dem Hôtel InterContinental für den phänomenalen Kuchen! KissKissBerlin – Protect every Kiss!

Schwulenfeindlich Raubserie in Brandenburg

In Brandenburg haben Jugendliche gezielt schwule Männer über Dating-Apps in Fallen gelockt, um sie auszurauben, zu misshandeln und zu demütigen. In einem Gerichtsprozess in Frankfurt (Oder) wurden jetzt sieben Täter im Alter von 16 bis 20 Jahren verurteilt. Sie hatten ihre Opfer beleidigt, gefilmt und teils schwer verletzt – ein Mann wurde so brutal zugerichtet, dass er kaum wiederzuerkennen war.

Berlin, 30.04.26 – Laut einem Bericht des Tagesspiegel vom 30.04.26 folgten die Taten einem bekannten Muster sogenannter „Fake Dates“, das aus Russland, aber auch im übrigen Europa, bekannt ist. Auch in Brandenburg und anderen Regionen Deutschlands häufen sich Meldungen über solche Fälle: Allein zwischen September 2024 und Februar 2025 gab es im Raum Frankfurt (Oder) 22 Verfahren mit fast ebenso vielen Opfern, berichtete die Märkische Oderzeitung in Berufung auf die brandenburgische Generalstaatsanwaltschaft. Auffällig ist, dass die Täter oft in Gruppen handeln und wiederholt zuschlagen.

Laut einer Beratungsstelle aus Brandenburg falle auf, dass dabei Jugendliche und Heranwachsende aus rechtsextremen Milieus mit migrantischen Jugendlichen zusammenarbeiteten: Bei der Gruppe handelte es sich um sieben junge Männer zwischen 16 und 20 Jahren, Deutsche, Syrer und Tschetschenen.

„Diese Formen schwulenfeindlicher Gewalt sind für uns nicht neu“, so Bastian Finke, Leiter von MANEO. „Verachtung und Hass gegenüber Homosexuellen beschränkt sich nicht ausschließlich auf das Gedankengut Rechtsradikaler. Diese Koalitionen sind deshalb auch nicht neu oder verwunderlich. Ihnen gemein ist die Verachtung demokratischer Grundprinzipien wie gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz. Wir finden sie im Kontext von Vorurteilskriminalität auch gegenüber anderen gesellschaftlichen Gruppen wider. Und über das Internet und Sozialen Medien finden Vernetzung und Agitation statt – auch international.“

Ähnliche Übergriffe wurden auch in anderen Bundesländern und in Europa registriert, teils auch unter dem Vorwand, gegen sogenannte ‚Pädokriminalität‘ vorzugehen. Dabei verwischen die Täter gezielt die Grenzen zwischen „pädophil“ und „schwul“.

Wie der Tagesspiegel berichtete, fiel das Urteil in Frankfurt (Oder) vergleichsweise mild aus: Nur zwei Täter müssen ins Gefängnis, andere erhielten Bewährungsstrafen oder Verwarnungen. Die Reaktionen der Verurteilten hätten wenig Einsicht gezeigt.

Schwulenfeindlicher Angriff auf Vorsitzenden der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Berlin, den 08.05.26 – Am Donnerstagabend gegen 19:10 Uhr kam es im Schustehruspark in Berlin-Charlottenburg zu einem mutmaßlich schwulenfeindlichen Angriff auf ein 61 und 57 Jahre altes Paar. Betroffen waren der FDP-Politiker und Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Helmut Metzner, und sein Ehemann.

Auslöser war laut Metzner ein Hinweis an eine Radfahrerin, da Fahrradfahren im Park verboten sei. Ein unbekannter Mann mit Hund mischte sich ein, beleidigte das Paar u.a. als „Schwuchteln“ und äußerte volksverhetzende Aussagen. Außerdem habe er beide Betroffene zu Boden gestoßen und dem Partner von Metzner in den Rücken getreten. Diesen habe er auch mit dem Tod bedroht.

Beide Männer wurden verletzt, verzichteten zunächst aber auf ärztliche Behandlung. Metzner konnte ein Foto des Tatverdächtigen machen. Mit einem Hinweis aus der Nachbarschaft soll der Angreifer noch am selben Abend ausfindig gemacht worden sein. Der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt wegen Volksverhetzung, Körperverletzung, homophober Beleidigung und Bedrohung.

Schöner Cruisen im Volkspark Friedrichshain

Mit Beginn der Outdoor-Saison  und passend zur Zeitumstellung hatte MANEO zu seiner Putzaktion „Schöner Cruisen“ in den Volkspark Friedrichshain eingeladen. MANEO will sensibilisieren, weniger Müll in den Parkanlagen zu hinterlassen, und gleichzeitig gewaltpräventive Aufklärungsarbeit in Cruisinggebieten stärken.

28.03.2026 – Unterstützung für seine Aktion erhielt MANEO wieder von der Polizei, hier von der zuständigen Direktion 5 und der Ansprechperson für LSBTIQ+ der Polizei Berlin Die Polizei informierte mit einem Informationsstand Parkbesucher*innen über die gemeinsame Aktion. Mit dabei waren auch Freiwillige, die beim Aufräumen mitmachten. Beseitigt wurden in einem kleinen Areal rund um das Spanienkämpferdenkmal viele unschöne Hinterlassenschaften, beispielsweise leere Bier-, Sekt- und Schnaps-Flaschen, Drogenkonsumrückstände wie Spritzen, benutzte Kondome, schmutzige Taschentücher, Unmengen an Zigarettenstummeln usw. Vieles stammt von allgemeinen Parknutzenden, einiges auch von Cruisern. Während der Aktion, die von 13 bis 15 Uhr dauerte, wurden mehrere Tüten gefüllt mit Müll eingesammelt. 

MANEO appelliert an alle, die dieses Gebiet nutzen, den eigenen Müll nicht einfach in die Natur zu werfen, sondern in die dafür vorgesehenen Müllbehälter oder, wenn keine da sind, den eigenen Müll zu Hause wegzuwerfen. Auch viele Cruiser stört es, wenn die Parknutzenden den Park vermüllt hinterlassen . Einige haben selbst Initiative ergriffen und im Cruisinggebiet kleine Mülltüten aufgehängt. Eine lohnenswerte Initiative. Sinnvoll wäre es auf jeden Fall, wenn auch der Bezirk mehr Mülleimer aufstellen würde.

Mit Bunten Blumen für ein Buntes Berlin

Anlässlich des Internationalen Tag gegen Rassismus setzte MANEO mit einer Aktionen sichtbares Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt in Berlin. Unter dem Motto „Mit bunten Blumen für ein buntes Berlin“ verteilen wir gemeinsam mit Jugendlichen und Schüler*innen an verschiedenen Orten in der Stadt Flyer mit Blumensamen. Wir luden ein, im wahrsten Sinne des Wortes bunt zusammenzuwachsen.

21.03.26 – Der Internationale Tag gegen Rassismus geht auf das Sharpeville-Massaker in Südafrika zurück. Am 21. März 1960 wurden dort friedliche Demonstrierende von der Polizei erschossen, als sie gegen das rassistische Apartheid-System protestierten. Dieses Ereignis mahnt bis heute, wie wichtig es ist, Diskriminierung entschlossen entgegenzutreten.

Mit unserer Aktion bieten wir Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit sich sichtbar und aktiv gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu engagieren. In den letzten Tagen veranstalteten wir insgesamt vier Aktionen: am 16.03.2026, in Neu-Hohenschönhausen, hier mit unserem Netzwerkpartner ‚gegen Rassismus Hohenschönhausen‘, und am 24.03.2026, in Marzahn Nord, mit unserem Netzwerkpartner ‚Julius-Hecker-Schule‘, in Neukölln, mit unseren Netzwerkpartner*innen MaDonna Mädchenkult.Ur e.V. und Morus 14 e.V., und am Nollendorfplatz mit 70 Schüler*innen aus 6 Schulen sowie unserem Netzwerkpartner ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘.

Die Aktionen Mit Bunten Blumen für ein Buntes Berlin ist Auftakt der MANEO-Empowermentkampagne Kiss Kiss Berlin, die bis zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Trans*phobie am 17.05.2026 stattfindet. Gemeinsam setzen wir Zeichen für Respekt, Vielfalt, gegen Menschenhass und für ein solidarisches Miteinander in unserer Stadt.

U-Bahnhof Nollendorfplatz erhält den Zusatz Regenbogenkiez

02.02.2026 – Laut einer Meldung der LSU wird die BVG die U-Bahnstation Nollendorfplatz künftig offiziell mit dem Zusatz „Regenbogenkiez“ ausschildern – inklusive Regenbogenfahne. Das habe Verkehrssenatorin Ute Bonde so mitgeteilt.

Für diese Initiative hatte sich Klaus Hackenschmied, queerpolitischer Sprecher der CDU, gemeinsam mit der CDU und der LSU stark eingesetzt. Ein wichtiges und sichtbares Zeichen mitten in Berlin.

Der Regenbogenkiez steht seit Jahrzehnten für das vielfältige Leben von LSBTIQ+, für eine bewegte Geschichte und Kampf um Gleichberechtigung und für ein buntes Nachtleben. Gerade in Zeiten zunehmender Bedrohung und Gewalt gegen LSBTIQ+ Menschen ist dieser Schritt ein sichtbares Zeichen.

Holocaustgedenktag – Gemeinsames Gedenken am Gleis 17

27.01.2026 – Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Aus diesem Anlass haben heute Vormittag der Berliner Fußball – Verband, Hertha BSC, der 1. FC Union Berlin und MANEO mit Mitgliedern seines Beirates Blumen und Kränze am Gleis 17 niedergelegt und eine Schweigeminute abgehalten. Gedacht wurde den verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen im Nationalsozialismus. Ab Herbst 1941 waren von hier 10.000 deutsche Juden in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert und größtenteils ermordet worden.

Noch immer wird propagiert, Fußball müsse politisch neutral sein, auffällig oft gerade dann, wenn sich Fans gegen Rassismus, Antisemitismus oder LSBTIQ+ -Feindlichkeit engagieren. Das schafft aber gerade Raum für diejenigen, die gesellschaftliche Vielfalt abschaffen und ihre antidemokratischen Überzeugungen durchsetzen wollen. Die Geschichte lehrt uns, dass sich der Fußball und ganz allgemein der Sport gegen die Vereinnahmung durch Antidemokraten wehren müssen. Sport kann niemals unpolitisch sein, wenn er den eigenen Prinzipien treu sein will:  Was im Sport zählt, sind Leistungen, Sport ist zugänglich für alle, unabhängig von Herkunft, Glauben, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Fußball und Sport insgesamt tragen eine große Verantwortung in unserer Gesellschaft, demokratische Werte zu verteidigen, zu fördern und zu leben – und immer eine klare Haltung zu zeigen.

Lala Süsskind, Vorstandsvorsitzende des Jüdischen Bildungswerk für Demokratie und gegen Antisemitismus, Mitglied des Circle of Friends und Beiratsmitglied von MANEO betonte, dass es nicht ausreiche, nur zu wiederholen ‚Nie wieder!‘. „Engagement muss sich stets im Alltag an Taten beweisen“. Christian Arbeit, Mitglied des Präsidiums vom 1. FC Union Berlin, warnte angesichts der erneuten Zunahme von Antisemitismus und Rechtsextremismus: „Es fällt nicht vom Himmel. Es sickert ein, ganz allmählich.“ Hertha-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich führte hierzu weiter aus, dass nur das tägliche Engagement helfe, sich gegen demokratiefeindliche Tendenzen zu wehren. Das Vertrauen in unsere Demokratie „müssen wir uns alltäglich, aber gerade heute, vor Augen halten und stärken“. Zu den Rednern gehörte auch Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball – Verband, der daran erinnerte, wie wichtig es ist, junge Menschen in die Erinnerungskultur einzubinden. „Denn sie werden später Verantwortung übernehmen, worin wir sie heute stärken müssen.“

An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Gäste teil, unter ihnen S.E. Jiří Čisttecký, der Botschafter der Tschechischen Republik, Iwona Jakuszko-Dudka, die stellvertretende Leiterin der Botschaft der Republik Polen, Thomas Härtel, ehem. Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, René Powilleit, LSU-Landeschef und Sandra Khalatbari (MdA), CDU-Fraktion, Vertreter der Schwarzkopf-Stiftung und Schulklassen , u.a. von der Sekundarschule Wilmersdorf und des Inge-Deutschkron-Gymnasiums.

Polizei bittet um Mithilfe – Wer erkennt diesen Mann?

21.01.2026 – Die Berliner Polizei hat einen Aufruf veröffentlicht und bittet um Mithilfe. Am 03.08.25, gegen 01:50 Uhr, wurden zwei Männer, 37 und 38 Jahre alt, von dem Gesuchten an der Maaßenstraße Ecke Nollendorfplatz angegriffen, nachdem sie dessen Freundin angesprochen hatten. Dabei schlug der Gesuchte zunächst dem 37-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, trat ihm gegen den Kopf, als der 37-Jährige am Boden lag und schlug ihm anschließend noch mit einem Aufsteller auf den Kopf. Auch den 38-Jährigen schlug er mit der Faust ins Gesicht.

Mehr Informationen und Kontakt zur zuständigen Polizeidienststelle: https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2026/pressemitteilung.1635754.php

MANEO bietet sich für Beratung und Unterstützung an.

Tolerantia Awards 2025 in Paris vergeben

06.12.2025, Paris – Zum 20. Mal wurden die Tolerantia Awards als deutsch-französisch-polnisch-nordirischer Gemeinschaftspreis verliehen. Eingeladen hatte in diesem Jahr die französische Partnerorganisation SOS homophobie nach Paris. Nur aus Polen konnte in diesem Jahr niemand anreisen. Der polnische Tolerantia Awards wird deshalb nachträglich in Warschau an die polnische Preisträgerin vergeben.

Die Preisverleihungszeremonie fand auf dem Boot Louisana am Port de la Râpée auf der Seine statt. Nach einem abendlichen Empfang zu Ehren der diesjährigen Preisträger*innen wurden die Tolerantia Awards 2025 im Anschluss feierlich an die Gewinner*innen überreicht – eingebettet in ein Kulturprogramm mit vielfältigen musikalischen Darbietungen.

Von deutscher Seite aus wurde die Polizei Berlin gewürdigt, die in Paris von der Berliner Polizeipräsidentin Dr. Slowik Meisel persönlich vertreten war. Mit dem Preis wird vor allem auch das Engagement vieler engagierter Menschen innerhalb der Polizeibehörde gewürdigt, die in der Vergangenheit und auch heute mit dazu beigetragen haben, dass sich eine Strafverfolgungsbehörde wandeln kann, die in Deutschland Homosexuelle diskriminiert, in der alten Bundesrepublik mit dem Strafparagraphen 175 noch bis 1994 strafrechtlich verfolgt hat. Mit ihrer persönlichen Anwesenheit unterstrich Frau Dr. Slowik Meisel gleichzeitig auch die Verdienste des Projektes MANEO, das an diesem Wandlungsprozess entscheidend mitgewirkt hat.

Weitere Preise wurden an Lady Portia Di Monte (Nordirland) sowie Vertreter*innen der französischen Gruppen ‚Die Schwestern der perpetuellen Indulgenz‘ und ‚Prix Gouincourt‘ vergeben. Die polnische Preisträgerin konnte leider nicht anwesend sein. Ihr wird der Preis von der polnischen Partnerorganisation Lambda Warszawa nachträglich in Warschau verliehen.