06.12.2025, Paris – Zum 20. Mal wurden die Tolerantia Awards als deutsch-französisch-polnisch-nordirischer Gemeinschaftspreis verliehen. Eingeladen hatte in diesem Jahr die französische Partnerorganisation SOS homophobie nach Paris. Nur aus Polen konnte in diesem Jahr niemand anreisen. Der polnische Tolerantia Awards wird deshalb nachträglich in Warschau an die polnische Preisträgerin vergeben.
Die Preisverleihungszeremonie fand auf dem Boot Louisana am Port de la Râpée auf der Seine statt. Nach einem abendlichen Empfang zu Ehren der diesjährigen Preisträger*innen wurden die Tolerantia Awards 2025 im Anschluss feierlich an die Gewinner*innen überreicht – eingebettet in ein Kulturprogramm mit vielfältigen musikalischen Darbietungen.
Von deutscher Seite aus wurde die Polizei Berlin gewürdigt, die in Paris von der Berliner Polizeipräsidentin Dr. Slowik Meisel persönlich vertreten war. Mit dem Preis wird vor allem auch das Engagement vieler engagierter Menschen innerhalb der Polizeibehörde gewürdigt, die in der Vergangenheit und auch heute mit dazu beigetragen haben, dass sich eine Strafverfolgungsbehörde wandeln kann, die in Deutschland Homosexuelle diskriminiert, in der alten Bundesrepublik mit dem Strafparagraphen 175 noch bis 1994 strafrechtlich verfolgt hat. Mit ihrer persönlichen Anwesenheit unterstrich Frau Dr. Slowik Meisel gleichzeitig auch die Verdienste des Projektes MANEO, das an diesem Wandlungsprozess entscheidend mitgewirkt hat.
Weitere Preise wurden an Lady Portia Di Monte (Nordirland) sowie Vertreter*innen der französischen Gruppen ‚Die Schwestern der perpetuellen Indulgenz‘ und ‚Prix Gouincourt‘ vergeben. Die polnische Preisträgerin konnte leider nicht anwesend sein. Ihr wird der Preis von der polnischen Partnerorganisation Lambda Warszawa nachträglich in Warschau verliehen.













