Verdienstorden des Landes Berlin an Bastian Finke verliehen

Berlin, 02.10.26 – Bastian Finke wurde gestern für sein bisheriges Lebenswerk mit der höchsten Auszeichnung des Landes Berlin geehrt – dem Verdienstorden das Landes Berlin – überreicht vom Regierenden Bürgermeister von Berlin Kai Wegner.

Die Verleihung findet jährlich am 1. Oktober, dem Verfassungstag des Landes Berlin statt. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die Lebenswege und Leistungen von zwölf Bürgerinnen und Bürgern, die sich seit langem und auf vielfältige Weise für Berlin einsetzen. „Gesellschaftliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält und sie damit auch noch resilienter macht“, so die Pressemeldung der Berliner Senatskanzlei. In seiner Laudation auf Bastian Finke hob der Regierende Bürgermeister das bisherige Lebenswerk des ehemaligen Projektleiters hervor, der sich in den letzten 36 Jahren unermüdlich für die Anti-Diskriminierungs,-Anti-Gewalt-und für die Opferhilfearbeit eingesetzt hat. Zu seinen herausragenden Leistungen zählten unter anderem sein Engagement für den Regenbogenkiez, beispielsweise die Initiierung des Lesbisch-Schwulen Stadtfestes und die Regenbogenfarbende Kuppelbeleuchtung des U-Bahnhofes Nollendorfplatz.

Bastian Finke, geboren 1960 in Berlin-Neukölln, hatte seine Arbeit bei MANEO 1990 begonnen, also in einer Zeit, als es den Strafparagraphen 175 noch gab, die Wiedervereinigung Berlins nicht abgeschlossen sowie viele Menschen in den homosexuellen Szenen an HIV und AIDS starben, darunter Freunde und Kollegen. Er hat sich als herausragender Netzwerker erwiesen und so unermüdlich zahlreiche Initiativen und Maßnahmen in Berlin gegründet. Zu diese zählen beispielsweise die Verbesserung des Verhältnisses zwischen LSBTIQ+ Communities und den Berliner Strafverfolgungsbehörden, zwei wissenschaftlich begleitete, deutschlandweite Umfragen zur Gewalterfahrungen unter homosexuellen Männern, fünf internationale Fachkonferenzen, mehrere Wahrnehmungskampagnen in Berlin, ebenso sein unermüdlicher Einsatz für die fachspezifische Opferhilfearbeit. Heute werden jährlich über 900 Betroffene von Diskriminierung und Straftaten bei MANEO beraten und unterstützt. Dieser Arbeit bleibt er als „Un_Ruheständler“ weiterhin eng verbunden.

Sein ausgeprägtes soziales Engagement zeigte sich bereits während seiner Schul- und Studentenzeit in Berlin. Hier hatte er sich ehrenamtlich über zehn Jahre lang in der nordirischen Friedens- und Versöhnungsarbeit engagiert und eng mit zahlreichen kirchlichen Einrichtungen, Verbänden und Organisationen kooperiert.

Danke, lieber Bastian! Als „Un Ruheständler“ bleibt Bastian unserer Arbeit weiterhin eng verbunden. Darüber freuen wir uns sehr. Herzlichen Glückwunsch zum Verdienstorden und danke für alles, was du für Berlin und unsere Communities bewegt hast! Dein MANEO-Team

© Senatskanzlei Berlin